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Katholische Kirche St. Leodegar

Die katholische Pfarrkirche St. Leodegar ist ein Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung. Große Saalkirche von 1803/1804 mit Flachdecken und eingezogenem, halbrunden Chor. Die Pläne stammen von dem berühmten französischen Architekten Pierre Michel d’Ixnard (1723– 1795), der auch das Gammertinger Stadtschloss entwarf. Die vereinfachte Ausführung des Gebäudes durch Anton Schneider bezog den Westturm mit Staffelgiebeln aus dem 16. Jh. mit ein.

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Evangelische Kirche

Schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es in Gammertingen vereinzelt evangelische Bürger. Zu einer wesentlichen Veränderung kam es, als Gammertingen 1850 preußisches Oberamt wurde, da die meisten preußischen Beamten evangelisch waren. Seit 1853 wurden evangelische Gottesdienste gehalten. 1890 war die Zahl der Evangelischen im Oberamt Gammertingen auf 233 Personen angewachsen. Vorwiegend auf Betreiben von Gammertinger Fabrikanten wurde ein Pfarrvikariat eingerichtet, das 1891 zur Pfarrei erhoben wurde. Zu ihr gehörten 22 Ortschaften aus dem Oberamt Gammertingen sowie Burladingen und Gauselfingen.
Das Grundstück, auf dem heute Kirche und Pfarrhaus stehen, hat die Evangelische Gemeinde 1892 von Fürst Leopold von Hohenzollern zu einem „Gnadenpreis“ erhalten und darauf in neugotischem Stil ein Bet- und Pfarrhaus errichtet, das am 23. September 1900 feierlich eingeweiht wurde. 1904 wurde hier auch die evangelische Schule eröffnet.
Erst 1950 kam die evangelische Pfarrei Gammertingen zur „Württembergischen Evangelischen Landeskirche“. Bis dahin gehörte sie zur „Altpreußischen Union“ in Berlin.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es durch die Einbürgerung von Heimatvertriebenen zu einem starken Zuwachs der Zahl evangelischer Christen. 1956/57 wurde anstelle des Altgebäudes eine neue Kirche mit 200 Plätzen gebaut. 1972 begann man mit der Errichtung eines neuen Gemeindezentrums, bestehend aus Kirche mit Nebenräumen und dem Pfarrhaus, das in den Jahren 1999/2001 durch Um- und Erweiterungsbauten seine heutige Gestalt erhielt.

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St. Michaelskapelle

Die mittelalterliche Adelskirche St. Michael (heutiger Bau von 1589 mit Renovierungen des 17./18. Jahrhunderts) inmitten des historischen Stadtkerns Gammertingens war durch die Jahrhunderte ihres Bestehens in ganz unterschiedliche Kontexte eingebunden und zeugt von den vielschichtigen historischen Wurzeln der Stadt an der Lauchert. Die Kapelle wurde gegen 980 n. Chr. auf einer hier gelegenen Niederungsburg der Grafen von Gammertingen gegründet und beherbergte bis nach 1110 die Erbgrablege dieser Hochadelsfamilie. Ausgrabungsfunde aus der Zeit der Römer und Alemannen (Goldener Spangenhelm) sind Zeitzeugen noch früherer Besiedlungen. Ab Mitte des 12. Jahrhunderts verlor St. Michael ihre Bedeutung fast völlig, als die damals mehrschiffige Kirche einem Brand zum Opfer fiel. In städtischer Zeit offenbar weiterhin Eigenkirche, erscheint die Kapelle gegen 1500 als Teil der stadtherrschaftlichen Residenz. Ungefähr zeitgleich erhielt aber auch die Bürgerschaft Zugang zur Kapelle (heutiger Bau von 1589 mit Renovierungen des 17./18. Jahrhunderts). Nachdem die Stadt nach den Wirren der Reformationszeit topografisch neu geordnet wird, wird St. Michael zum Zentrum des bürgerschaftlichen Gammertingen, des „Auser“.

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Schollenkapelle

Kleine Kapelle wohl aus der ersten Hälfte des 15. Jhdt. Die Kapelle besteht aus zwei Bauabschnitten: Dem älteren mit dem Altar und einem später östlich angefügten Teil aus dem 18. und 19. Jhdt. der von Landarbeitern bei schlechtem Wetter als Unterstand genutzt wurde. Der Altarraum wird durch eine Gittertüre abgetrennt, über der Mensa ist ein 1846 von dem Hettinger Maler Kaspar Lieb geschaffenes Petrusbild zu sehen. Bei der Restaurierung wurden ornamentale Malereien freigelegt und ergänzt.

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Fehlakapelle

Öschkapelle wurde 1990 durch eine umstürzende Weidbuche zerstört und von Gammertinger Bürgern wieder aufgebaut.

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Josefskapelle Bronnen

Aus dem Jahre 1708. Der Innenraum der Kapelle wird wesentlich durch seine prächtige Stuckdecke geprägt. Von der übrigen Ausstattung sind besonders die Hochaltarblätter des bedeutenden oberschwäbischen Malers Franz Josef Spiegler hervorzuheben, die in den zweigeschossigen Hochaltar eingesetzt sind.

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Linsenbergkapelle bei Harthausen

Aus dem Jahre 1872. Es handelt sich hier um eine Andachtsstätte die auf eine Stiftung einer Familie aus Harthausen zurückgeht. Sie ist der Muttergottes gewidmet und war bzw. ist ein Ziel von Feldprozessionen und ein Ort der Andacht.

 

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St. Georgskapelle bei Kettenacker

Erbaut um 1700. Bereits im Jahre 1661 erwähnt, dabei jedoch als ruinös beschrieben. Nachfolgebau im Jahre 1849, dabei gründlich renoviert und neu ausgestattet. Der Innenraum wird heute wesentlich durch ein neueres Deckengemälde mit den 14 Nothelfern geprägt, es stammt von dem bekannten Beuroner Malermönch Tutilo, der auch den Hl. Georg über dem Altar malte. Die Kapelle war und ist ein Ziel von Flurprozessionen und ein Ort der Andacht.

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Ehem. Klosterkirche Mariaberg

Das Kloster wurde im Mittelalter gegründet. Neubau der Kirche im Jahre 1683. Dominierende Ausstattungsgegenstände des Kirchenraumes sind die prächtigen Altäre mit bedeutenden Gemälden und Figuren. Von der Ausstattung der Kirche ist neben den anderen höchst qualitätvollen Holzskulpturen das Triumphkreuz über dem Chorbogen hervorzuheben, das von dem kunstgeschichtlich hochbedeutenden Bildhauer und Kleinplastiker Christoph Daniel Schenck aus Konstanz (1633 - 1691) geschaffen wurde.

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Kirche St. Nikolaus in Feldhausen

Aus dem Jahre 1739. Spätbarocke Stilart. Wesentlich geprägt wird der Eindruck des Innenraumes durch die figural gestalteten Haupt- und Nebenaltäre, die von dem Mariaberger Klosterschreiner und Bildhauer Balthasar Wild (1694 - 1751) geschaffen wurden. Unter den qualitätvollen Plastiken ist besonders die künstlerisch hervorragende und außergewöhnliche Muttergottesfigur zu erwähnen, die um 1490 entstanden ist und dem berühmten Bildhauer Gregor Erhart aus Ulm zugeschrieben wird.

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Kirche St. Johannes Baptist in Harthausen

Aus dem Jahre 1659. Der saalartige Innenraum wird wesentlich durch den neugotischen Altar an der flachen Chorrückwand dominiert. Ein Grossteil der Ausstattung stammt aus dem Jahre 1874, damals wurde das Gebäude nach Osten verlängert und die Sakristei angebaut. Die Ausstattung der Kirche enthält jedoch Stilelemente aus fünf Jahrhunderten.

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Kirche St. Martin in Kettenacker

Aus dem Jahre 1628. Sie wurde 1955/1956 nach Plänen des Konstanzer Diözesanbaurats M. Schätzle neu erbaut und ersetzte die kleinere frühbarocke Pfarrkirche. Die vorhandene wertvolle Ausstattung wurde in das neue Gotteshaus integriert. Besonders hervorzuheben sind die künstlerisch bedeutsamen Holzplastiken in den Nischen der Seitenaltäre: Die ausdrucksvolle Mondsichelmadonna wird auf die Jahre um 1470 datiert.

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Speth'sches Stadtschloss Gammertingen

Ehemaliges Schloss der Freiherrn von Speth von Zwiefalten - heute Rathaus.
1775 an Stelle eines früheren Schlosses aus dem 13. Jhdt. in klassizistischem Stil erbaut. Architekt und Planer war der bekannte französische Baumeister Pierre Michel d'Ixnard. Im imposanten Eingangstreppenhaus ist ein Deckenfresko "Die Morgenröte" von Meister Andreas Brugger zugeschrieben, zu sehen. Mehrere Räume im 1.OG, der sogenannten Belle Etage sind noch im Zustand der Entstehungszeit zu sehen. Auf der Terrasse zur Lauchert hin und an der Ostseite des Schlossgebäudes stehen allegorische Figuren von Bildhauer Joh. G. Weckenmann (Haigerloch um 1775). Der Fachwerkbau gegenüber auf der anderen Seite der Hohenzollernstraße, genannt "Schlössle", wurde um 1550 erbaut und gehörte früher zum Schloss (Amtshaus). Zwischen beiden Gebäuden befand sich das untere Stadttor.

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Mittelalterliche Stadtanlage

Die historische Stadtanlage wurde im 12./13. Jhdt. auf hochwasserfreien Tuffterrassen westlich der Lauchert angelegt. Noch heute ist das rechteckiges Gebiet (175 x 200 m), das ursprünglich mit einer durchgängigen Stadtmauer umgeben war, erkennbar. Bei der (oberen) Stadtmühle wurde von der Lauchert ein wasserführender Stadtgraben abgeleitet, der beim Speth´schen Schloss wieder in die Lauchert einmündete, 1966 wurde dieser Stadtgraben allerdings zugeschüttet; heute noch zum Teil als Grünzone erkennbar. Der Rundgang führt zur oberen Brücke, die früher über den Stadtgraben ging. Hier stand das obere Stadttor. Die breite Durchgangsstraße trennte den Bezirk der Herrschaft mit dem Schloss, Fruchtkasten und Zehntscheuer vom Bezirk der Bürger, welcher früher eng mit den Häusern der "Ackerbürger" bebaut war. Hinter der ehemaligen Post an der Hohenzollernstraße ist noch ein längeres Stück Stadtmauer entlang der Straße Roter Dill bis oberhalb des Speth´schen Schlosses (an Stelle der früheren Schlossküche) erkennbar.

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Ehemaliges Preussisch-Hohenzollerisches Amtsgericht

1900 wurde an Stelle der Zehntscheuer von Baumeister W. F. Lauer (Hechingen) ein Amtsgebäude für das preußisch-hohenzollerische Oberamtsstädtchen im Neo-Renaissance-Stil errichtet. Die reichen Verzierungen des Giebels wurden 1938 bis auf den Adler des Königsreichs Preußen entfernt. Heute ist das Notariat Gammertingen sowie in Kürze der Polizeiposten Gammertingen hier mit ihren Dienststellen untergebracht. Bis zur Verwaltungsreform war auch das Staatliche Forstamt Gammertingen hier untergebracht.

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Ruine Baldenstein "Altes Schloss"

Auf einer Felsspitze oberhalb des Fehlatals, südwestlich von Gammertingen gelegen. Errichtet von den Grafen von Gammertingen, die im 11. und 12. Jahrhundert zu den einflussreichsten Adelsfamilien des Landes gehörten. Umfangreiche archäologische Ausgrabungen ließen wertvolle Aufschlüsse über die Lebensumstände der Burgbewohner zu. Hier wurden tägliche Gebrauchsgegenstände, wie Tonwaren, Glasscherben, Nägel, Haken, Schlüssel und Schlossteile gefunden. Auch Spielfiguren aus Elfenbein und andere Funde lassen auf die besondere Bedeutung der schon nach wenigen Jahrzehnten Adelsburg schließen.

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Museum im ehemaligen Preußisch-Hohenzollerischen Oberamt

Der Barockbau wurde 1726 von Oberschultheiß Clavell erbaut. Im Inneren barockes Treppenhaus, in mehreren Räumen schöner Deckenstuck. Seit Ende des 18. Jahrhundert als Amtshaus benützt. Ab 1806 wurde es als fürstlich-hohenzollerisches Oberamt, von 1850 bis 1925 als preußisches Oberamt genutzt. Von 1952 bis 1967 war das Pro-Gymnasium im Gebäude untergebracht.
In den Jahren 1979 bis 2007 diente das Gebäude als Schulgebäude der Förderschule. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wurde das Gebäude im Herbst 2008 einer neuen Bestimmung übergeben. Die Sozialstation St. Martin Veringen-Gammertingen hat dort ihre neue Geschäftsstelle eingerichtet.
Das Obergeschoss wird inzwischen als städtisches Museum im "Alten Oberamt" genutzt. Hier finden nun verschiedene Ausstellungen statt, die vom ehrenamtlichen Arbeitskreis "Altes Oberamt" organisiert werden.

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Bildstöcke eines Kreuzweges zwischen Feldhausen und Harthausen

14 giebelständige Stationsbildstöcke von 1860 aus Backsteinen stehen entlang der Gemeindeverbindungsstraße zwischen den Stadtteilen Feldhausen und Harthausen. Der Kreuzweg ist ein eindrückliches Dokument für die noch im 19. Jahrhundert sehr prägende Volksreligiosität und verbindet in baulich nur selten anzutreffender Weise die beiden Ortschaften auf der Albhochfläche.

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Aussichtspunkt "Buchschörrle", bei Harthausen

Schöner Aussichtspunkt nord-östlich des Stadtteils Harthausen mit Grillstelle, Pavillon und Kinderspielplatz. Der Wanderparkplatz beim "Buchschörrle" kann als idealer Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen auf der Albhochfläche genutzt werden.

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Aussichtspunkt Teufelstorfelsen

Das Teufelstor ist ein sehenswertes Naturdenkmal zwischen Gammertingen und Hettingen. Es handelt sich dabei um einen Jurafelsen mit torartigem Durchbruch. Von hier aus hat man einen der schönsten Ausblicke auf das Laucherttal.

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Aussichtspunkt Wendelstein

Schöner Aussichtsfelsen zwischen Gammertingen und dem Stadtteil Bronnen in einer gepflegten Wachholderheide. Dort haben Sie eine herrliche Aussicht auf das mäandernde Laucherttal mit der neu gestalteten Freizeitanlage an der Lauchert.
Vom Schwäbischen Albverein wurde im Jahr 2004 ein neues Kreuz auf dem Wendelsteinfelsen aufgestellt. Die Geschichte des Kreuzes geht bis ins Mittelalter zurück. In regelmäßigen Pflegemaßnahmen wird der Wachholderheidehang gepflegt.
In einem kleinen Seitental unterhalb des Aussichtspunktes befindet sich die Wendelstein Klinik.

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Eulenloch-Höhle bei Bronnen

Das Eulenloch ist eine sehenswerte Höhle nahe der Ortschaft Bronnen oberhalb des Laucherttales. Die Höhle ist 14 m lang, 15 m breit und 8 m hoch. Hinter dem bogenförmigen Eingang erblickt man in dem Gewölbe eine kesselförmige Vertiefung. Rechts der Höhlenpforte befindet sich noch eine 3 m breite und ca. 1 bis 2 m hohe Nebenhöhle. Die äußere Felsenwand hat eine Höhe von 12 m.

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Naturschutzgebiet Fehlatal

Im Fehlatal, einem Nebenfluss der Lauchert, gibt es nahezu keinen Straßenlärm und auch keine Bahntrassen, nur Rad- und Wanderwege und unberührte Natur. Der Bach schlängelt sich murmelnd im Talgrund an Schilf, Beeren, Büschen und stillen Wäldern vorbei. Jede Jahreszeit hat ihren eigenen Duft, ihre Farben und ihren Vogelgesang.

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Aussichtspavillon im Weihtäle

Der historische Aussichtspavillon steht auf einem Felsvorsprung an der südlichen Talkante des Laucherttals zwischen Gammertingen und Bronnen. Der aus Fichten-Rundholz und spitzem Dach geformte Pavillon wurde vom früheren Verschönerungsverein Gammertingen um die Jahrhundertwende (19. auf 20. Jhdt.) erbaut. Zum Pavillon müssen Sie eine alte Holzbrücke überqueren.
Im Laufe des Jahres 2014 werden der Pavillon und die Holzbrücke grundsätzlich erneuert.

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Lapphauser Brunnen

Das Naturdenkmal "Lapphauser Brunnen" gehörte zu der mittelalterlichen Siedlung Lapphausen, die den Grafen von Württemberg gehörte. Wann diese Siedlung südlich des Stadtteiles Feldhausen aufgegeben worden ist, kann historisch nicht genau belegt werden.
Im Laufe des Flurbereinigungsverfahrens wurde allerdings als letztes Überbleibsel der ehemalige Brunnen der Ortschaft Lapphausen auf der Albhochfläche wieder instand gesetzt.

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Gammertingen


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