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Kindergartenbetreuung in Corona-Zeiten - Wiedereröffnung der Kindergärten ab 29. Juni 2020 - Stadt Gammertingen stoppt Abbuchung der Kindergartengebühren und Gebühren für Ganztagesbetreuung an Schulen

 

17. Juni 2020

Stadt Gammertingen startet wieder Regelbetrieb in städtischen Kindergärten

Ab Montag, 29. Juni 2020 dürfen wieder alle Gammertinger Kindergartenkinder in ihren Kindergarten zurück. Vorgaben des Landes zum "Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen" werden in den städtischen Einrichtungen zeitnah umgesetzt

Stuttgart/Gammertingen - Eine mehr als positive Nachricht haben die Gammertinger Stadtverwaltung und die Kindergartenleitungen am Mittwochabend über die Kiga-Info-App online an alle Eltern in den drei städtischen Kindergärten im Laucherttalstädtchen zugeleitet. Angesichts der landesweiten Lockerung und den neuen Vorgaben des zuständigen Kultusministeriums BW werden, ab Montag, 29. Juni 2020, wieder alle rund 220 Kindergartenkinder in ihren Kindergarten gehen können. Nach rund 15 Wochen der Schließung aller Kindergärten als wichtige Vorsorgemaßnahme vor einer Corona-Infektion werden ab Ende Juni nun die bisherigen Notbetreuungsregelungen und reduzierten Platzzahlen aufgehoben. Trotz weiterhin einzuhaltender Vorsorge- und Hygienemaßnahmen wird nun nach der seit 17. März geltenden "Notbetreuung", dann einer "erweiterten Notbetreuung" und einem "reduzierten Regelbetrieb" nun in der Phase 4 wieder ein "Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen" als sinnvolle Kleinkind- und Kindergartenkinderbetreuung gewährleistet.

Alle Betreuungsangebote starten wieder ab 29. Juni
In einem Online-Elternbrief informierte am Mittwochabend, 17. Juni 2020, Bürgermeister Holger Jerg und seine Kindergartenleiterinnen Patricia Seibert-Klöck und Elena Hartung alle Kindergarteneltern, dass in rund einer Woche wieder der Regelbetrieb startet. Das Gammertinger Familienzentrum "St. Martin" sowie die beiden Kindergärten "St. Michael" und "Feldhausen" werden ab Montag, 29. Juni 2020, allen Kindergarten- und Krippenkindern mit der Wiederöffnung der Einrichtungen wieder sämtliche Betreuungsangebote anbieten, die die Eltern für ihr Kind schon vor der Corona-Krise und der generellen Kindergartenschließung gebucht haben. Das städtische Erzieher/innen-Team ist auf diesen nächsten Lockerungsschritt gut vorbereitet und alle freuen sich schon sehr auf die Rückkehr aller Kinder in die jeweiligen Gruppen. "Die Einteilung unserer Mitarbeiterinnen ist vor Ort nahezu unverändert, so dass die Kinder wieder ihre direkten Bezugs-erzieherinnen wie gewohnt antreffen werden," so die beiden Leiterinnen Seibert-Klöck und Hartung im Elternbrief.

Jetzt sind wir zunächst einmal froh, dass alle Kindergartenkinder wieder in ihren Kindergarten kommen können. Die bisherigen Notbetreuungen in den drei Kindergärten, die von vielen berechtigten Eltern angenommen worden waren, enden am Freitag vor dem Neustart. Auch Eingewöhnungen von neuen Kindergartenkindern sind ab Anfang Juli ebenfalls wieder möglich. Die genaue Terminschiene dafür sollten aber die betroffenen Eltern jeweils direkt mit der Einrichtungsleitung vor Ort abstimmen.

Eltern erhalten in Kürze konkrete Starthinweise
"Die Rückkehr zum "Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen" erfordert jedoch von allen Beteiligten ein hohes Maß an Disziplin und aktiver Mitwirkung", erläutert Bürgermeister Jerg. Auch trotz sehr geringer Neuinfektionszahlen besteht bei Missachten der Vorsichts- und Vorsorgemaßnahmen das Risiko eines örtlichen Infektionsgeschehens, was unbedingt vermieden werden sollte. "Der Schutz der Gesundheit der Kindergartenkinder, deren Familien und unserer Mitarbeiterinnen hat daher weiterhin oberste Priorität", so Jerg. Aus diesem Grund arbeiten die Gammertinger Einrichtungsleitungen zusammen mit ihren Teams mit Hochdruck an der konkreten Umsetzung und Ausgestaltung der hygiene- und sicherheitsrelevanten Vorgaben und Regelungen. Die spezifischen Vorgaben wird die Stadtverwaltung in den nächsten Tagen allen Eltern und Erziehungsberechtigten in einem weiteren Elternbrief als abschließende Vorbereitung auf den Neustart mitteilen.

 

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Eltern können weiterhin auf Entlastung hoffen - Stadt schließt sich der landeseinheitlichen Lösung der Kommunalverbände und Kirchen an

26. März 2020/18. April 2020/29. April 2020
Seit Mitte März müssen auch im Laucherttalstädtchen Gammertingen rund 210 Kindergartenkinder und mehr als 1.200 Schüler wegen der landesweiten Schließung der Schulen und Kindergärten - als wichtige Vorsorgemaßnahme gegen die weitere Ausbreitung des Corona-Virus - zu Hause bleiben. Angesichts der vielen Belastungen für die betroffenen Eltern und der weiteren Unsicherheit, wie es wirtschaftlich weitergeht, hat sich die Stadtverwaltung Gammertingen in Abstimmung mit dem Gemeinderat dazu entschlossen, die Ende März und auch die Ende April anstehenden Abbuchungen der Kindergartengebühren und der Entgelte für die Betreuungsangebote an den Gammertinger Schulen vorerst auszusetzen.

Bürgermeister Holger Jerg erklärt: "Wir halten uns an die aktuellste gemeinsame Empfehlung der kommunalen Landesverbände und der Kirchen." Eine abschließende Entscheidung über die Erhebung dieser vorerst ausgesetzten Zahlungen ab dem Monat März 2020 ist damit noch nicht getroffen. Das ist zu einem späteren "Nach-Krisenzeitpunkt" und den genauen Daten eines inzwischen aufgespannten kommunalen Rettungsschirms von Bund und Land, abschließend vom Gemeinderat zu klären. "Wichtig für uns als Stadt Gammertingen ist, dass wir mit der Aussetzung der Abbuchung der Kita-Gebühren ein positives Signal an unsere Eltern und Mitbürger senden wollen, gemeinsam solidarisch diese einschneidende Zeit durchzustehen", betont Bürgermeister Jerg.

Stopp der Abbuchung bringt aktuell Entlastung
Natürlich wirkt sich dieser vorläufige Stopp der Abbuchung der nicht eingezogenen März- und April-Gebühren mit einem deutlichen Fehlbetrag für die Stadt von rund 33.000 Euro pro Monat aus. Rund 100 bis 300 Euro kostet die Betreuung eines Kindergartenkindes bzw. rund 30 bis 50 Euro eines Schulkindes in den städtischen Einrichtungen ohne Ermäßigung pro Monat. Momentan profitiert aber kaum eines der in Gammertingen und Stadtteilen lebenden 210 Kindergartenkinder unter 6 Jahren von seinem Kindergarten- oder Kleinkindkrippenplatz. Auch die rund 115 Schulkinder an den Gammertinger Schulen (Grundschule Feldhausen und Laucherttalschule Gammertingen mit Grundschule, Werkreal- und Realschule sowie Gymnasium Gammertingen) können der Corona-Krise wegen nicht an den Angeboten der "Verlässlichen Grundschule" oder den ergänzenden Ganztagesbetreuungsangeboten partizipieren.

Zu den bislang 12 Kindergartenkindern und Schüler in der Notbetreuung kommen durch die erweiterte Notbetreuung aktuell nochmals 8 weitere Kindergartenkinder hinzu
Die wegen der allgemeinen Kindergarten- und Schulschließung in der Laucherttalstadt eingerichteten Notbetreuungen für Kinder von Eltern, die für die ersate Stufe der Notbetreuung noch in den systemrelevanten Berufen arbeiten müssten, wird seit Mitte März 2020 innerhalb der Stadt Gammertingen von insgesamt 12 Kindern und Jugendlichen im Alter von 1 bis 13 Jahren in Anspruch genommen (davon 8 Kindergartenkinder in drei städtischen Kindergärten und 4 Schüler in der Ganztagesbetreuung an der Laucherttalschule).

In Zusammenhang mit den bereits erfolgten Wiedereröffnungen veiler Ladengeschäfte sowie der ab 4. Mai anstehenden schrittweisen Öffnung der Schulen werden aber nach wie vor viele Eltern mit der Betreuung Ihrer Kinder zu Hause zu tun haben. Das Kultusministerium BW hat deshalb entschieden, dass nun in einer 2. Stufe der bevorrechtigte Personenkreis von Eltern oder Alleinerziehenden, der die "erweiterte Notfallbetreuung" in Anspruch nehmen kann. In der ersten Woche des erweiterten Angebotes sind nochmals weitere 8 Kindergartenkinder in den städtischen Kindergärten sowie beim freien Träger Mariaberg e.V. hinzugekommen. Zu den neuen Zugangsvoraussetzungen finden Sie die wichtigsten Informationen mit einem Klick auf unsere Seite "Notfallbetreuung Kindergarten/Schulen".

Ab Montag, 27. April 2020 wird nun ergänzend zu den bereits notbetreuten Kindern und Jugendlichen nun die Betreuungskapazität der "erweiterten Notbetreuung" bei der Stadt hoch gefahren. Allerdings darf zum Schutz der Kinder und zum Einhalten des Abstandsgebotes und der Hygienevorgaben maximal nur die Hälfte der sonst üblichen Gruppengrößen belegt werden. "Schließlich sind die Kindergärten ja noch generell geschlossen, und die erweiteret Notbetreuung soll trotz der umfassenden betreuung einfach keine "Regelbetreuung" sein", so Bürgermeister Jerg. "Wir wollen allerdings, dass Eltern oder Alleinerziehende, die unbedingt eine Präsenzpflicht bei der Arbeit oder im Betrieb haben und dies per Bescheinigung des Arbeitgebers nachweisen, oder mit Berufen in systemrelevanten Unternehmen arbeiten, eine verlässliche Notbetreuung sicherstellen."

Die Teilnahme an der erweiterten Notbetreuung wird voraussichtlich ab Mai 2020 gebührenpflichtig mit dem ansonsten üblichen Gebührensatz werden. Der vorgenannte Verzicht auf die Gebührenabbuchung betrifft alle diejenigen Eltern, die nach wie vor ihre Kinder zu Hause betreuen.

Die erweiterte Notfallbetreuung können betroffene Eltern weiter nachfragen, dazu verweist die Stadtverwaltung auf den Online-Anmeldebogen für betroffene Eltern.

 

 

Gammertingen


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