Fehlatal

Letzte Möglichkeit für Rückgabe - Bürgerbefragungsbögen "Leben und Älter werden in Gammertingen" bitte bis spätestens 7. Juni ausgefüllt zurückgeben

Rücklauffist um eineinhalb Wochen verlängert

Auf vielfachen Wunsch aus der Bevölkerung hat die Stadtverwaltung mit den wissenschaftlichen Mitarbeitern des Auswertungsinstitutes AGP an der Universität Freiburg/Br. vereinbaren können, dass die allerletzte Rücklauffrist der ausgefüllten Befragungsbögen nun bis Ende der kommenden Woche, also Freitag, 7. Juni 2019, verlängert werden konnte. 

Über 3.500 Gammertinger Bürgerinnen und Bürger ab dem Alter von 40 Jahren hatten Im Anfang/Mitte Mai per Post ein anonymisierter Befragungsbogen per Post zugesandt bekommen, und sollten diesen bis zum letzten Kommunalwahlwochen-ende ausgefüllt wieder zurückgeben. Ebenso konnten interessierte Bürger, die jünger als 40 Jahre sind, über die Homepage einen extra Fragebogen anfordern.

„Eine überaus große Zahl von ausgefüllten Fragebogen kam auch bislang zurück, aber viele ältere Bürger hatten auch um ein paar Tage mehr Zeit zum Ausfüllen des Fragebogens gebeten“, so Bürgermeister Jerg zu den Bemühungen die Rücklauffrist zu verlängern, was aber auch die eingeplanten Personal- und Zeitkapazitäten der Freiburger Auswerter deutlich in deren Abläufen beeinflusst.

Wer noch ein wenig Zeit braucht, sollte sich aber dennoch sputen und bis spätestens im Laufe der kommenden Juni-Woche seinen Fragebogen ausgefüllt im Rathaus oder im Bürger- und Tourismusbüro zurückgeben. Mit der Auswertung der bereits zurückgebegeben Fragebögen werden die Freiburger Befragungsexperten schon in diesen Tagen anfangen. Aber letzte Deadline für die Stadt ist das Wochenende am 7. Juni.  Diese verlängerte Rücklaufzeit ist wirklich das maximale, ohne dass die weiteren Vorarbeiten dann für den weiteren bürgerschaftlichen Diskussionsprozess angesichts der noch kommenden Pfingstferien und dann Ende Juli auch der Sommerferien bis Anfang September allzu sehr ins Stocken geraten.

Die Bürgereinschätzungen fürs „Älter werden“ sind uns wichtig Alle Gammertinger Bürgerinnen und Bürger waren und sind um Ihre Meinungsäußerung zum Thema „Leben und Älter werden“ sowie um Ihre konkreten persönlichen Einschätzungen der Lebenssituation und Ihre konkreten Vorstellungen für ein noch besseres Leben im Alter in der Laucherttalstadt aufgefordert. Der Befragungsbogen fragt persönliche Ansichten und Meinungen der Bürgerschaft ab, die wichtig für die weitere Arbeit im bürgerschaftlichen Prozess und in den kommenden Bürgerwerkstätten im Herbst sind. 

Bürgerinformationsveranstaltung mit Ergebnissen der Befragung nach den Sommerferien geplant

Im Laufe des Monats Juni werden die Fachleute des Instituts „AGP Sozialforschung“ in Freiburg die Antworten der zurückgegebenen Fragebögen erfassen und die Gammertinger Befragungsergebnisse wissenschaftlich auch im Vergleich zu ähnlich gelagerten empirischen Forschungsergebnissen auswerten. Daraus abgeleitet sollen die speziellen Themenblöcke für die Diskussionsforen und Bürgerwerkstätten im kommenden Herbst- und Winterquartal 2019 ausgerichtet werden, die der neu gewählte Gemeinderat noch in einer seiner Sitzungen im Juli, quasi als eine der ersten Amtsaufgaben, festlegen soll. Die Stadt plant unmittelbar nach den Sommerferien eine spezielle große Bürgerinformationsveranstaltung, die voraussichtlich Mitte/Ende September 2019 stattfinden wird. Dort werden die Freiburger Experten die interessierte Öffentlichkeit über die Befragungsergebnisse dezidiert informieren. Diese Bürgerinformationsveranstaltung wird gleichzeitig Auftakt für die dann im Oktober, November und Dezember 2019 stattfindenden Bürgerwerkstätten sein. 

Laufende Informationen zum Projekt gibt’s im Internet oder regelmäßig im kommunalen Amtsblatt.

Auf dieser Sonderseite der städtischen Homepage www.gammertingen.de erfahren Sie immer aktuell das, was in diesem bürgerschaftlichen Prozess so alles läuft, welche Termine für Sie als interessierte Bürgerinnen und Bürger wichtig sind und wie Sie uns alle in den Bürgerwerkstätten oder der Bürgerbefragung tatkräftig unterstützen können.

 

 

 

 

 

Bürgerschaftlicher Prozess

Gemeinsam mit der Bürgerschaft aus Gammertingen und allen Stadtteilen wollen wir in einem neuen bürgerschaftlichen Beteiligungsprozess gemeinsam Konzepte und Ansatzpunkte für das „Leben und Älter werden in Gammertingen“ entwickeln. Der Laucherttalstadt Gammertingen mit Unterstützung des Fördervereins des städtischen Altenpflegeheims „St. Elisabeth“, als sogenannter zivilgesellschaftlicher Partner und dem Land Baden-Württemberg mit seiner Landesstrategie „Quartier 2020 – gemeinsam gestalten“ ist es wichtig, mit der interessierten Bevölkerung das künftige Zusammenleben in einer älter werdenden Bürgergesellschaft vor Ort zu gestalten. Welche Betreuungs-, Wohn- und Pflegestrukturen im Alter heute und morgen wichtig sind und wie weitere Standortfaktoren im Alter (Mobilität, Nachbarschaftshilfe, etc.) für unsere Bürgergesellschaft wichtig sind, das soll der neue bürgerschaftliche Prozess „Leben und älter werden in Gammertingen“ erarbeiten.

Im Amtsblatt der Stadt Gammertingen informieren wir Sie in dieser Rubrik <Bürgerschaftlicher Prozess „Leben und Älter werden in Gammertingen“> zeitnah und konkret über den weiteren Ablauf und die Themen der Bürgerbefragung und den Bürgerwerkstätten.

3. Mai 2019 und 9. Mai 2019

Bürgerschaftlicher Prozess gestartet

Gemeinsam mit der Bürgerschaft aus Gammertingen und allen Stadtteilen wollen wir in einem neuen bürgerschaftlichen Beteiligungsprozess gemeinsam Konzepte und Ansatzpunkte für das „Leben und Älter werden in Gammertingen“ entwickeln. Der Laucherttalstadt Gammertingen mit Unterstützung durch den Förderverein des städtischen Altenpflegeheims „St. Elisabeth“, als sogenannter zivilgesellschaftlicher Partner, ist es wichtig, gemeinsam mit der interessierten Bevölkerung das künftige Zusammenleben in einer älter werdenden Bürgergesellschaft vor Ort zu gestalten. Welche Betreuungs-, Wohn- und Pflegestrukturen im Alter heute und morgen wichtig sind und wie weitere Standortfaktoren im Alter (Mobilität, Nachbarschaftshilfe, etc.) für unsere Bürgergesellschaft von Bedeutung sind, das soll der neue bürgerschaftliche Prozess „Leben und Älter werden in Gammertingen“ erarbeiten. Das Land Baden-Württemberg unterstützt im Rahmen seiner Landesstrategie „Quartier 2020 – gemeinsam gestalten“ diesen neuen Prozess in Gammertingen, mit einer Bürgerbefragung jetzt im Frühjahr, einer großen Bürgerversammlung Ende September und dann folgend mit zahlreichen Bürgerwerkstätten und Workshops im Herbst/Winter, mit einem Förderbetrag von 68.500 Euro.

Bürgerbefragung startet Anfang Mai
Alle interessierten Gammertinger Bürgerinnen und Bürger sind gefragt – ein anonymisierter Befragungsbogen wird allen Bürgerinnen und Bürgern ab dem Alter von 40 Jahren ab kommender Woche per Post zugestellt. „Jüngere Gammertinger“ können über‘s Internet Ihren Fragebogen anfordern.

Das Laucherttalstädtchen Gammertingen will in einem ersten Schritt des Projektes konkret von allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern wissen, wie deren persönliche Einschätzungen, Wünsche und Vorstellungen für ein lebenswertes Älter werden in unserer Stadt sind. Wie sollen künftig ergänzende Betreuungs-, Wohn- und Pflegestrukturen in unserem Städtle aussehen? Welche Standortfaktoren von der Mobilität über neue Wohnformen und die Nachbarschaftshilfe bis hin zu ganz anderen Themen sind überhaupt für uns alle als Bürgerinnen und Bürger im Alter von persönlicher Bedeutung?

Ohne genaue Umfeld- und Nachfrageanalysen können die Bürger und auch die kommunalpolitisch Verantwortlichen in der Stadt Gammertingen nur sehr ungenau mitentscheiden, welche öffentlichen, ehrenamtlichen und privaten Betreuungs-, Kontakt-, neuen Wohnformen und Pflegestrukturen in Zukunft für uns alle wichtig sein werden. Schon jetzt ist klar, dass es auch künftig in der Stadt Gammertingen ein vollstationäres Pflegeheim mit attraktiven Wohn- und Pflegestrukturen geben wird. Allerdings ist das nur ein wichtiger Baustein in einer altersgerechten Infrastruktur unseres Kleinstädtchens. 

Alle haben dann Zeit bis zum Sonntag, 26. Mai 2019 mit dem Ausfüllen des Fragebogens
Gleich zu Beginn des Monats Mai werden rund 3.520 Bürgerinnen und Bürger, die zum Stichtag heute 40 Jahre und älter sind, ein direktes Anschreiben der Stadtverwaltung erhalten. In dem speziell gestalteten Briefumschlag ist ein achtseitiger Fragebogen beigefügt den alle, die ihn per Post erhalten, in den weiteren Maiwochen handschriftlich ausfüllen und beantworten sollten. Auch die „jüngeren Generationen unter 40 Jahre, die am Prozess interessiert sind, können per Online-Anmeldung auf der Homepage der Stadt unter www.gammertingen.de auf der Projektseite „Leben und Älter werden in Gammertingen“ Ihren Fragebogen (U 40) anfordern. Dieser wird dann den konkret interessierten jüngeren Gammertingern extra per Post zugesandt.

Rücklauf der ausgefüllten Fragebögen bis Sonntag, 26. Mai 2019 ist wichtig
Bitte nehmen Sie sich für das Ausfüllen des Fragebogens und Ihre Meinungsäußerung zu diesem wichtigen Thema ein wenig Zeit, denn es geht konkret um Ihre persönlichen Einschätzungen der Lebenssituation im Alter und Ihre konkreten Vorstellungen für ein noch besseres „Leben und Älter werden“ in unserer Stadt. Der Befragungsbogen ist völlig anonymisiert und fragt keine Daten ab, die konkret mit einer Person in Verbindung gebracht werden können. Natürlich enthält er Ihre persönlichen Ansichten und Meinungen, die aber wichtig für die weitere Arbeit im bürgerschaftlichen Prozess und in den kommenden Bürgerwerkstätten im Herbst sind.

Dieser von Ihnen ausgefüllte Fragebogen sollte bis spätestens Sonntag, 26. Mai 2019, also in rund 3 Wochen nach Erhalt, wieder in eine der im Bürger- und Tourismusbüro im Rathaus aufgestellten Wahlurnen eingeworfen werden. Der Befragungsbogen kann aber auch in den Nachtbriefkasten der Stadtverwaltung am Rathaus eingeworfen werden, dort werden ihn nur autorisierte Mitarbeiter der Stadtverwaltung in die Sammelbehälter der Befragung einwerfen.

Der Fragebogen wurde von dem - bei solchen Bürgerbefragungen - renommierten Institut „AGP Sozialforschung“ von Prof. Dr. Klie an der Universität Freiburg entwickelt und von einem Steuerungskreis des Projektes, bestehend aus Vertretern des Gemeinderates, des Fördervereins für das städtische Altenpflegeheim „St. Elisabeth“ e.V. sowie Führungskräften der Stadtverwaltung und der Heimleitung auf „Gammertinger Verhältnisse“ angepasst. Die anonymisierte Befragung wird von der Stadtverwaltung vorgenommen, so dass personenbezogene Daten (Adressen, Alter, etc.) nicht von unberechtigten Personen verwendet werden können. Auch die städtische Datenschutzbeauftragte hat da ein sehr wachsames Auge darauf.

Bürgerinformationsveranstaltung mit Ergebnissen der Befragung nach den Sommerferien geplant
Im Laufe des Monats Juni werden die Fachleute des „Instituts AGP Sozialforschung in Freiburg“ dann die Antworten der zurückgegebenen Fragebögen erfassen und wissenschaftlich die Befragungsergebnisse auswerten. Daraus abgeleitet sollen die speziellen Themenblöcke für die Diskussionsforen und Bürgerwerkstätten im Herbst- und Winterquartal 2019 ausgerichtet werden. In einer speziellen großen Bürgerinformationsveranstaltung, die voraussichtlich Mitte/Ende September 2019 stattfinden wird, werden die Freiburger Experten dann auch die interessierte Öffentlichkeit über die Befragungsergebnisse dezidiert informieren. Diese Bürgerinformationsveranstaltung wird Auftakt für die im Oktober, November und Dezember 2019 stattfindenden Bürgerwerkstätten sein.

Laufende Informationen zum Projekt im Internet oder im Amtsblatt
Auf der Sonderseite der städtischen Homepage www.gammertingen.de erfahren Sie auch aktuell all das, was in diesem bürgerschaftlichen Prozess so alles läuft, welche Termine für Sie als interessierte Bürgerinnen und Bürger wichtig sind und wie Sie uns alle in den Bürgerwerkstätten oder der Bürgerbefragung tatkräftig unterstützen können:

Bereits jetzt freuen sich die Projektverantwortlichen von Gemeinderat und Stadtverwaltung, als auch der sogenannte zivilgesellschaftliche Partner im Beteiligungsprojekt - die Verantwortlichen des Fördervereins des städtischen Altenpflegeheims „St. Elisabeth“ e. V., ganz besonders über eine möglichst hohe Rücklaufquote der Befragung. Aktuelle Zielmarke ist aus vergleichbaren Bürgerbefragungen anderer Kommunen eine Rücklaufquote von 25 – 30 % der ausgegebenen Befragungsbögen. Vielleicht schaffen wir es in Gammertingen hier eine deutlich bessere Rücklaufquote bis zum Sonntag, 26. Mai 2019 hinzubekommen.

Ausfüllhilfen können angefragt werden
Für all diejenigen, die eine persönliche Hilfe zum Ausfüllen dieses Fragebogens benötigen, stellt die Stadt oder der Förderverein gerne engagierte ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger zur Unterstützung zur Verfügung. Bitte rufen Sie dazu einfach unsere Damen im Bürger- und Tourismusbüro unter der Telefonnummer 07574 406-135 oder 406-136 an. Sie werden Ihnen dann einen Helfer gerne vermitteln.


 

 

26. April 2019

Bürgerbefragung startet Anfang Mai

Alle interessierten Gammertinger Bürgerinnen und Bürger sind gefragt
– anonymisierter Befragungsbogen wird allen Bürgern ab dem Alter von 40 Jahren per Post zugestellt

Das Laucherttalstädtchen Gammertingen will konkret von allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern wissen, wie deren persönlichen Einschätzungen, Wünsche und Vorstellungen für ein lebenswertes Älter werden in unserer Stadt sind. Wie sollen künftig ergänzende Betreuungs-, Wohn- und Pflegestrukturen in unserem Städtle aussehen? Welche Standortfaktoren von der Mobilität über die Nachbarschaftshilfe bis hin zu ganz anderen Themen sind für Sie als Bürgerinnen und Bürger im Alter von persönlicher Bedeutung? Ohne genaue Umfeld- und Nachfrageanalysen können die Bürger und auch die kommunalpolitisch Verantwortlichen in der Stadt Gammertingen nur sehr ungenau mitentscheiden, was an öffentlichen, ehrenamtlichen und privaten Betreuungs-, Kontakt-, Wohn- und Pflegestrukturen in Zukunft für uns alle wichtig sein wird.

Gefördert vom Land Baden-Württemberg, in seiner Strategie „Quartier 2020 – gemeinsam gestalten“, wird im Auftrag der Stadt das Institut „AGP Sozialforschung an der Universität Freiburg“ diese anonymisierte Bürgerbefragung begleiten und auswerten. Gleich zu Beginn des Monats Mai werden rund 3.580 Bürgerinnen und Bürger, die heute 40 Jahre und älter sind, ein direktes Anschrieben der Stadtverwaltung erhalten. In dem speziell gestalteten Briefumschlag ist ein achtseitiger Befragungsbogen beigefügt den Sie alle, die ihn per Post erhalten, in den weiteren Maiwochen ausfüllen und beantworten sollten. Bitte nehmen Sie sich hierfür ein wenig Zeit, denn es geht konkret um Ihre persönlichen Einschätzungen der Lebenssituation im Alter und Ihre konkreten Vorstellungen für ein noch besseres Leben und Älter werden in unserer Stadt. Der Befragungsbogen ist völlig anonymisiert und fragt keine Daten ab, die konkret mit einer Person in Verbindung gebracht werden können. Natürlich enthält er Ihre persönlichen Ansichten und Meinungen, die aber wichtig sind, für die weitere Arbeit im bürgerschaftlichen Prozess und in den kommenden Bürgerwerkstätten im Herbst. Dieser von Ihnen ausgefüllte Fragebogen sollte bis spätestens Sonntag, 26. Mai 2019, also in rund 3 Wochen nach Erhalt wieder in eine der im Bürger- und Tourismusbüro im Rathaus aufgestellten Wahlurnen eingeworfen werden. Der Befragungsbogen kann aber auch in den Nachtbriefkasten der Stadtverwaltung eingeworfen werden, dort werden ihn nur autorisierte Mitarbeiter der Stadtverwaltung in die Sammelbehälter der Befragung einwerfen.

Im Laufe des Monats Juni werden die Fachleute des „Instituts AGP Sozialforschung in Freiburg“ dann die Antworten der Fragebögen erfassen und wissenschaftlich die Befragungsergebnisse auswerten. Daraus abgeleitet sollen dann die speziellen Themenblöcke für die Diskussionsforen und Bürgerwerkstätten im Herbst- und Winterquartal 2019 ausgerichtet werden. In einer speziellen großen Bürgerinformationsveranstaltung, die voraussichtlich Mitte/Ende September 2019 stattfinden wird, werden die Freiburger Experten dann auch die interessierte Öffentlichkeit über die Befragungsergebnisse dezidiert informieren. Diese Bürgerinformationsveranstaltung wird dann auch Auftakt für die im Oktober, November und Dezember stattfindenden Bürgerwerkstätten sein.

Auf dieser Sonderseite der städtischen Homepage erfahren Sie auch aktuell all das, was in diesem bürgerschaftlichen Prozess so alles läuft, welche Termine für Sie als interessierte Bürgerinnen und Bürger wichtig sind und wie Sie uns alle in den Bürgerwerkstätten oder der Bürgerbefragung tatkräftig unterstützen können:

Bereits jetzt freuen sich die Projektverantwortlichen von Gemeinderat und Stadtverwaltung als auch der sogenannte zivilgesellschaftliche Partner im Beteiligungsprojekt, die Verantwortlichen des Fördervereins des städtischen Altenpflegeheims „St. Elisabeth“ e. V., ganz besonders über eine möglichst hohe Rücklaufquote der Befragung. Aktuelle Zielmarke ist aus vergleichbaren Bürgerbefragungen anderer Kommunen eine Rücklaufquote von 25 – 30 % der ausgegebenen Befragungsbögen. Vielleicht schaffen wir es in Gammertingen hier eine deutlich bessere Rücklaufquote bis zum Sonntag, 26. Mai 2019 hinzubekommen.

Für all diejenigen, die eine persönliche Hilfe zum Ausfüllen dieses Fragebogens benötigen, stellen wir gerne engagierte ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Bitte rufen Sie dazu einfach unsere Damen im Bürger- und Tourismusbüro unter der Telefonnummer 07574 406-135 oder -136 an. Wir werden Ihnen dann einen Helfer gerne vermitteln.


Anforderung des Fragebogens für interessierte Bürger außerhalb der Altersgrenze

Für diejenigen Bürger - unter der sogenannten Altersgrenze von 40 Jahren - ist natürlich auch eine Teilnahme an der Befragung angedacht, obgleich aus langjährigen Erfahrungen der Freiburger Befragungsexperten die Rücklaufquoten der jüngeren Altersgruppen eher geringer sind, wenn es um die konkreten Einschätzungen des Alters geht. Nichtsdestotrotz können auch die unter 40-jährigen mitmachen, indem sie auf der städtischen Homepage in der speziellen Rubrik zum bürgerschaftlichen Beteiligungsprozess „Leben und Älter werden in Gammertingen“ eingerichteten Anforderungsbutton ihren persönlichen Befragungsbogen anfordern. Dieser wird dann den konkret interessierten jüngeren Gammertingern extra per Post zugesandt.


„Wir verarbeiten die von Ihnen angegebenen Daten zur Prüfung ob Sie die entsprechenden Kriterien für die Zusendung der Umfragebögen erfüllen (Prüfung von Alter und Wohnort) und zur Zustellung der angeforderten Unterlagen. Nach Ablauf des Befragungszeitraums werden Ihre Daten gelöscht. Wir verarbeiten Ihre Daten auf Basis Ihrer Einwilligung. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit ohne Angabe von Gründen widerrufen. Für Fragen zum Datenschutz steht Ihnen die Datenschutzbeauftragte der Stadt Gammertingen unter datenschutz@gammertingen.de zur Verfügung.“


18. April 2019

Land fördert bürgerschaftlichen Prozess großzügig

Nach den Osterfeiertagen startet die wissenschaftlich begleitete Bürgerbefragung, nach den Sommerferien starten Bürgerwerkstätten
Aus dem Sonderprogramm „Allianz für Quartier“ des Sozialministeriums Baden-Württemberg erhält die Stadt Gammertingen für den in Kürze startenden bürgerschaftlichen Prozess „Leben und Älter werden in Gammertingen“, mit seiner für den Monat Mai vorgesehenen anonymisierten Bürgerbefragung und den anschließenden moderierten Bürgerwerkstätten und Diskussionsforen, nun 68.500 Euro Fördergelder. Das hat Sozialminister Manfred Lucha, MdL im erst wenige Tage der Stadtverwaltung vorliegenden Förderbescheid der Landesstrategie „Quartier 2020 – Gemeinsam gestalten“ mitgeteilt. Für Bürgermeister Holger Jerg ist diese Fördermittelunterstützung eine gute Basis für die Umsetzung der seitens der Stadt angedachten weiteren bürgerschaftlichen Beteiligung. Mit den Fördermitteln sollen insbesondere die externen Kosten für die wissenschaftliche Vorbereitung, Begleitung und Auswertung der anonymisierten Bürgerbefragung, als auch die späteren Moderations- und Konzeptbegleitungskosten bei den nach den Sommerferien vorgesehenen Bürgergesprächen, Workshops und Beratungen gemeinsam mit der interessierten Bürgerschaft unterstützt werden.

Das von der Laucherttalstadt Gammertingen, mit Unterstützung des Fördervereins des städtischen Altenpflegeheims „St. Elisabeth“ als sogenannten „zivilgesellschaftlichen Partner“, auf den Weg gebrachte Projekt der „Entwicklung bürgerschaftlicher Konzepte für das Leben und Älter werden in Gammertingen und Stadtteilen“ soll gemeinsam mit der interessierten Bevölkerung das künftige Zusammenleben bei uns vor Ort im Quartier „Stadt“ gestalten. Vor dem Hintergrund, dass Entscheidungen zum Neubau neuer vollstationärer Pflegeplätze bzw. zur Nachnutzung vorhandener Gebäudestrukturen sowie möglicher künftiger ergänzender Betreuungs-, Wohn- und Pflegestrukturen im Alter sowie weiterer Standortfaktoren im Alter (Mobilität, Nachbarschaftshilfe, etc.) nicht ohne genaue Umfeld- und Nachfrageanalysen zukünftiger Nutzer aus der Bevölkerung – also von uns allen als Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt - getroffen werden können, hatte sich der Gemeinderat auf Vorschlag von Bürgermeister Holger Jerg und seiner Verwaltung bereits im November und Dezember 2018 dazu entschlossen einen umfassenden bürgerschaftlichen Beteiligungsprozess durchzuführen. Dabei sollen vor allem auch die konkreten Wohn- und Betreuungsbedürfnisse der künftigen älter werdenden Generationen in der Gesamtstadt abgefragt, ausgewertet und dann auch intensiv mit interessierten Bürgern/innen diskutiert werden.

Hierfür hat die Stadtverwaltung bereits beim Sozialministerium bei der „Allianz für Beteiligung“ Fördermittel aus dem dortigen Förderprogramm „Quartiersimpulse“ von der Allianz für Beteiligung beantragt. Die nun voraussichtlich in der ersten Maiwoche startende konkrete anonymisierte Bürgerbefragung soll mit fachlich-wissenschaftlicher Begleitung und Auswertung durch das Institut „AGP Sozialforschung an der Universität Freiburg“ durchgeführt werden. Die Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Auswertung und die Inhalte der anschließenden Bürgerwerkstätten sollen unmittelbar nach den Sommerferien bei einer großen Informationsveranstaltung vorgestellt werden. Die dann im Frühherbst und Winter anschließenden Bürgerwerkstätten zu noch abschließend festzulegenden Themenblöcken sollen ebenfalls mit externer fachlicher Moderation stattfinden. Aufgerufen zum aktiven Mitmachen sind alle Gammertinger Bürgerinnen und Bürger. Die Ergebnisse dieses bürgerschaftlichen Prozesses oder die daraus noch zu entwickelnden Maßnahmen und Projekte sollen auch in die weiteren gemeinderätlichen Entscheidungsprozesse rund um „St. Elisabeth“ aktiv miteinbezogen werden.


11. April 2019

Gemeinsam mit Bürgern die Zukunftskonzeption zum Projekt „Leben und Älter werden im Städtle“ erarbeiten

Gemeinderat berät über Zukunft des städtischen Altenpflegeheims „St. Elisabeth“ – auch in Zukunft wird es vollstationäre Pflege im Städtle geben
In seiner jüngsten öffentlichen Sitzung am 19. März 2019 hat die Stadtverwaltung und der Gemeinderat sehr intensiv nicht nur über die Zukunft der städtischen Altenpflegheimes, sondern vor allem über die notwendigen Angebote für ein würdevolles „Leben und Älter werden in Gammertingen“ diskutiert. Ein wichtiges Grundsatzpapier ist am Ende der rund 1 ½-stündigen Beratung dann mit einstimmigem Votum von allen Fraktionen verabschiedet worden.

Gemeinsam mit Bürgern ins Gespräch kommen
Mit dem beschlossenen Grundsatzpapier wurde klargestellt, dass die Verwaltung und die Räte nun gemeinsam mit einer aktiven Bürgerschaft in diesem Jahr einen neuen bürgerschaftlichen Beteiligungs- und Diskussionsprozess „Leben und Älter werden in Gammertingen“ starten werden. Dabei sollen vor allem die konkreten Wünsche und Anliegen der Bevölkerung für ein gutes „Leben und Älter werden“ in der Kernstadt und den Stadtteilen gemeinsam entwickelt werden. Dass es dabei nicht nur allein um die Zukunft des Altenpflegeheimes "St. Elisabeth" und dessen bisherigen Pflegeangeboten geht, das wurde in der gut besuchten Gemeinderatssitzung mehr als deutlich. Bedarfsorientierte Wohnangebote für das Alter und die Barrierefreiheit möglichst im häuslichen Umfeld stehen dabei genauso im Fokus der bürgerschaftlichen Diskussion, wie niederschwellige Betreuungs- und Unterstützungsangebote, beispielsweise über die Nachbarschaftshilfe, oder auch nutzbare Mobilitätsangebote bis hin zu den ambulanten und vollstationären Pflegemöglichkeiten. Ein vielfältiger Angebotsstrauß, der von der Bürgerschaft benötigter und gewünschter altersgerechter Angebote, soll in den Bürgerwerkstätten mit interessierten Bürgern besprochen und entwickelt werden.

Neues vollstationäres Pflegeheim wird kommen
Für die Stadt als langjähriger Träger des heutigen Altenpflegeheimes ist allerdings wichtig und entscheidend, dass es auch künftig weiterhin vollstationäre Pflegeplätze im Städtle geben wird, auch wenn die gesetzlichen Vorgaben der Landesheimbauverordnung (HeimbauVO) es in den bestehenden Räumlichkeiten von „St. Elisabeth“ über den Übergangszeitraum bis 2025 hinaus nicht mehr möglich sein wird. Ein klares Bekenntnis nach diesem Übergangszeitraum hinaus in der Stadt zukunftsfähige vollstationäre Pflegeangebote durch einen Neubau nach neuesten Pflegestandards vorzuhalten, das wurde in der Debatte und den danach einstimmig gefassten Beschlüssen des Gemeinderates deutlich. Weil man das dann zu Mitte des kommenden Jahrzehntes leerstehende Bestandgebäude in der Eichertstraße nicht ungenutzt lassen will, wollen Verwaltung und Räte auch in den kommenden Bürgerwerkstätten im Spätsommer und Herbst mit den Bürger nachfrageorientiert neue Nutzungsformen für das Altgebäude entwickeln und diskutieren.

Im Nachfolgenden erläutern wir Ihnen als interessierte Amtsblattleser etwas ausführlicher die wichtigsten Rahmenbedingungen der Landesheimbauverordnung (HeimbauVO) und deren Folgen auf die stationären Angebote des Altenpflegeheimes „St. Elisabeth“:

Ausgangslage:
Durch die Landesheimbauverordnung in Baden-Württemberg (HeimbauVO) werden seit dem Jahr 2009 nicht nur für Neubauten von stationären Pflegeeinrichtungen, sondern auch für schon davor bestehende Bestandseinrichtungen der Pflege strenge gesetzliche Vorgaben im Hinblick auf nur noch Einzelzimmernutzung, Raumgrößen, Ausstattung, Nasszellen, Verhältnis „Zimmer zu Aufenthaltsbereichen“, Wohngruppen, etc. vorgegeben. Zum 1. September 2019 endet die grundsätzliche 10-jährige Übergangsphase der HeimbauVO für diese älteren Bestandsgebäude. Erst vor knapp 3 Jahren hat das Sozialministerium erstmals auch ergänzende und vor allem detailserläuternde Leitlinien zur HeimbauVO erlassen, aus denen man erstmals im Detail erfahren konnte wie sowohl die Heimaufsicht, als auch die Träger von Einrichtungen mit den Gesetzesvorgaben umzugehen haben. Ausnahmsweise können die zuständigen Heimaufsichten bei den Landratsämtern auf Basis der Vorgaben und Leitlinien des Sozialministeriums BW nun weitere zeitlich befristete Übergangs- oder Ausnahmegenehmigungen nach zurückliegenden pflegesatzrelevanten Sanierungsmaßnahmen dieser Einrichtungen erteilen.

Für das städtische Altenpflegeheim „St. Elisabeth“ bedeutet das konkret, dass die Heimaufsicht beim Landratsamt Sigmaringen auf Basis des städtischen Antrags auf Bewilligung von Ausnahmen bzw. Übergangsfristen für das Bestandsgebäude verfügt hat, dass bereits seit 2017 ein zu kleines Bewohnerzimmer mit weniger als 12 m² Grundfläche nicht mehr belegt werden darf. Die Platzzahl hat sich dadurch von bislang 70 auf noch 69 vollstationäre Pflegeplätze reduziert.

Durch inzwischen rechtskräftige Entscheidung der Heimaufsicht können ab 1. September 2019 (10jährige Übergangsphase) weitere vier bislang als nach der HeimbauVO zu kleine Doppelzimmer mit knapp unter 22 m² Fläche nicht mehr als Doppelzimmer, sondern nur noch als größere Einzelzimmer belegt werden. Dadurch verringert sich erneut die Belegungszahl von 69 auf dann 65 Pflegeplätze. Diese 65 Pflegeplätze verteilen sich auf 41 unterschiedliche Einzelzimmer und immerhin noch auf 12 Doppelzimmer, aufgeteilt auf zwei Pflegestationen über 3 Stockwerke und jeweils 3 Flurbereiche/Stationen.

Mit einer weiteren, derzeit noch gerichtlich beim Verwaltungsgericht Sigmaringen zu überprüfenden Entscheidung hat die Heimaufsicht für diese bestehenden 65 Pflegeplätze eine zeitlich befristete Nutzungsgenehmigung bis maximal März 2025 ausgesprochen; die Stadt hatte eine Übergangszeit bis 31. Dezember 2026, also 25 Jahre nach Abschluß der letzten Gesamtsanierung des Hauses, beantragt. Unabhängig von der Übergangsfrist endet entweder im Frühjahr 2025 oder zum Jahresende 2026 die Nutzungerlaubnis für eine vollstationäre Pflege im Gebäudebestand.

Bisherige stadtinterne Prüfungen und Überlegungen:
Im Rahmen von Klausurtagungen des Gemeinderates sowie der Heimleitung und der Verwaltungsspitze hat das seit Jahren bei diversen Umbauten und Sanierungsmaßnahmen in St. Elisabeth tätige Architektur- und Planungsbüro PLAN i von Herrn Schenk (früher Architekturbüro Keppler bzw. Keppler-Schenk Architekten) detailliert untersucht und den Gremien aufgezeigt, dass im Bestandsgebäude aufgrund der vorhandenen Raumsituation über 4 Stockwerke (UG, EG, 1. OG und DG mit rund 4.000 m² Nutzfläche), Statik, Infrastruktur (Elektrotechnik, Wasser, Abwasser, etc.), Verhältnis Zimmer zu Gemeinschaftsflächen, lichte Breite der Bewohnerzimmer, Trinkwasserhygiene, Brandschutz, etc. nur mit nicht vertretbarem baulichem und finanziellem Umfang ein erneuter Umbau von Pflegezimmern im laufendem Betrieb auf den geforderten HeimbauVO-Standard möglich ist. Baulich ist zwar vieles machbar, aber dadurch würden sich auf den drei Bestandsetagen und damit den sechs Teilstationen der vollstationären Pflege sowie im UG mit Tagespflege, Wäscherei und sonstigen Räumen pflegerisch-organisatorisch noch deutlich längere Wege zwischen den theoretisch dann machbaren rund 50 Pflegeplätzen, davon nach wie vor noch immer 8 bis 10 Doppelzimmer, entstehen.

Nach einhelliger Auffassung der Fachleute und der Verwaltung lässt sich deshalb nach Ablauf der Übergangsphase bis 2025/2026 eine vollstationäre Pflege nur pflegerisch optimiert und wirtschaftlich-organisatorisch sinnvoll in einem Neubau mit neuen Wohngruppenzuschnitten erfüllen. Eine Neubaumaßnahme für neue vollstationäre Pflegeplätze müsste vor der abschließenden Betriebsaufgabe im Jahre 2025/2026 bezugsfertig erstellt sein, so dass ein nahtloser Pflegebetrieb möglich ist.

Die neusten Kostenrichtwerte des städtischen Spitzenverbandes, der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG), aus dem November 2018 beziffern die durchschnittlichen Bau- und Inventarinvestitionen je vollstationärem Pflegeplatz bei einem Neubau bei rund 166.300 €; Kosten pro m² Nettogeschossfläche mit 2.710 €/m². Für einen Neubau sind neue Investitionskostenerstattungen mit den Kostenträgern als Refinanzierung der Bauinvestitionen zu verhandeln. Im Altbau werden bei weiteren Umbauten keine Investitionskostenerstattungen mehr zu erwarten sein.

Aufgrund sich stetig verändernder Rahmenbedingungen in der Pflege, aktueller vollstationärer Pflegeansätze  und auch der regionalen Marktsituation ist aktuell noch offen, welche konkrete Platzanzahl für einen Neubau von neuen vollstationären Pflegeplätzen bzw. eingestreuten Kurzzeitpflegeplätzen anzuwenden ist. Bei aktuell üblichen Stations- bzw. Wohngruppengrößen nach HeimbauVO von 15 Pflegeplätzen pro Gruppe geht allerdings die Verwaltung/Heimleitung nach konkreten lokalen Bedarfsanalysen von derzeit 4 Wohngruppen á 15 Plätzen, somit von 60 neuen Pflegeplätzen, aus. Dies würde auf Basis o.g. Kostenrichtwerte ein Investitionsvolumen von rund 9,97 Mio. € erfordern, welches über laufende Pflegesätze und neu zu verhandelnde Investitionskostenpauschale refinanzierbar und von der Stadt als Träger des Eigenbetriebes auch tragbar sind.

Noch nicht abschließend entschieden ist die Standortfrage für den erforderlichen Neubau der neuen vollstationären Pflege. Verwaltung und große Teile des Gemeinderates präferieren das großzügige Freiflächenareal in der Eichertstraße in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Bestandsgebäude, seinen Außenanlagen, vorhandenen Parkierungsflächen und der städtischen betreuten Seniorenwohnanlage, die ebenfalls noch eigene Erweiterungsflächen süd-östlich der Zufahrtsstraße vorweist. Vorteil dieser Lösung wäre u.a. dass vorhandene Tagestrukturen (Tagespflege, Begegnungscafé Elisabeth, Versorgungsstrukturen Küche, Wäscherei, Kapelle) evtl. als Grundnutzungen in ein Nachnutzungskonzept des Bestandsgebäudes miteinfließen könnten.

Andere Teile des Gemeinderates sehen in den inzwischen freigeräumten innerstädtischen Flächen an der Bahnhofstraße (Reiser-Stoll-Areal) anstelle der ursprünglich beabsichtigten Wohnbebauung geeignete Neubauflächen für ein vollstationäres Pflegeheim mit ergänzenden Seniorenangeboten in Innenstadtnähe.

Für das Reiser-Stoll-Areal gibt es aktuell aber sehr konkrete Bauvoranfragen für mindestens vier innenstadtprägenden Wohnbauprojekten lokaler Investoren, die dort entlang der östlichen Bahnhofstraße vier barrierefreie altersgerechte Gebäude mit jeweils 5 bis 6 Wohneinheiten (insgesamt 24 Wohneinheiten) und einer gemeinsamen Energie- und Wärmezentrale errichten wollen. Damit könnte sehr zeitnah und lokal verwurzelt eine Neubebauung dieser Flächen sehr schnell umgesetzt werden. Andere geeignete innerstädtische Flächen sind nicht verfügbar, weshalb eine Standortentscheidung der Stadt zeitlich sehr drängt.  

Bei Aufgabe der vollstationären Pflege im Bestandsgebäude nach der Übergangsphase der HeimbauVO nach dem Jahre 2025/2026 ist derzeit eine mögliche Nachfolgenutzung des Bestandes aus den 1920er Jahren noch völlig offen. Eine weitere Ideenfindung für die rund 4.000 m² Nutzflächen über vier Etagen vom UG bis DG sind notwendig.

Um neue Nachnutzungen nach 2025/206 im Altbestand zu realisieren sind ebenfalls umfassende Gebäudeumbauten und Sanierungsmaßnahmen (Infrastruktur, Brandschutz, Trinkwasserhygiene, Statik, etc.) unter Berücksichtigung vorgenannter baulicher und infrastruktureller Rahmenbedingungen notwendig. Auch hierzu hat das Architektur- und Planungsbüro PLAN i dem Gemeinderat und der Verwaltung in einer Klausursitzung detaillierte Informationen vorgelegt und Kostenrichtwerte mit mindestens gleich hohen Kostenansätzen als o.g. BWKG-Neubauwerte je m² NGF ermittelt. Wenn das Bestandsgebäude nach 2025/2026 auf aktuelle Baustandards ertüchtigt und saniert werden müsste, dann stehen angesichts der großen Baukörpers weitere Investitionssummen von deutlich über 8 Mio. Euro im Raum; eine erneute Bezuschussung und damit Refinanzierung durch die Investitionskostenpauschale oder andere Förderprogramme ist allerdings nicht zu erwarten.

Bürgerschaftlicher Beteiligungsprozess „Leben und Älter werden in Gammertingen“
Vor dem Hintergrund, dass Entscheidungen zum Neubau oder Umbau vollstationärer Pflegeplätze bzw. zur Nachnutzung vorhandener Gebäudestrukturen sowie möglicher künftiger ergänzender Betreuungs- und Pflegestrukturen im Alter nicht ohne genaue Umfeld- und Nachfrageanalysen zukünftiger Nutzer aus der Bevölkerung getroffen werden können, hat sich der Gemeinderat auf Vorschlag der Verwaltung bereits im November und Dezember 2018 dazu entschlossen einen umfassenden bürgerschaftlichen Beteiligungsprozess „Leben und Älter werden in Gammertingen“ mit vorangehender wissenschaftlich begleiteter Bürgerbefragung im Laufe des Jahres 2019 durchzuführen. Dabei sollen vor allem die konkreten Wohn- und Betreuungsbedürfnisse der künftigen älter werdenden Generationen in der Gesamtstadt abgefragt und intensiv mit interessierten Bürgern/innen diskutiert werden.

Hierfür hat die Stadtverwaltung bereits beim Sozialministerium bei der „Allianz für Beteiligung“ Fördermittel aus dem dortigen Quartierförderprogramm beantragt. Erst Ende März hat das Sozialministerium den Gammertinger Förderantrag positiv beschieden und eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 67.000 Euro zugesagt.

Die konkrete Bürgerbefragung soll nun mit fachlich-wissenschaftlicher Begleitung durch ein Institut an der Universität Freiburg durchgeführt werden. Die anschließenden Bürgerwerkstätten im Sommer und Herbst 2019 zu noch abschließend festzulegenden Themenblöcken sollen ebenfalls mit externer fachlicher Moderation stattfinden.

Die Ergebnisse dieses bürgerschaftlichen Prozesses oder die daraus noch zu entwickelnden Maßnahmen sollen in die weiteren gemeinderätlichen Entscheidungsprozesse rund um St. Elisabeth aktiv miteinbezogen werden.

Beschluss des Gemeinderates vom 19. März 2019:
Insoweit ergibt sich momentan (Stand März 2019) folgende Ausgangslage für einen breit angelegten Konsens im Gemeinderat, welcher im Rahmen der öffentlichen Beratung am 19. März bei einer Enthaltung einstimmig beschlossen worden ist:

  1. Auch nach Auslaufen der Übergangsphase der heimbaurechtlichen Übergangsfrist 2025/2026 wird und muss es innerhalb der Stadt Gammertingen ein wohnortnahes vollstationäres Pflegeangebot geben.

  2. Vor dem Hintergrund baulicher, organisatorischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen stimmen die Gemeinderatsfraktionen überein, dass ein Weiterbetrieb neuer vollstationärer Pflegeplätze im Bestandsgebäude nicht mehr umsetzbar ist.

  3. Im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes möchte der Gemeinderat im Rahmen eines bürgerschaftlichen Beteiligungsprozesses von der Bevölkerung erfahren, welche alternativen Wohn- und Betreuungsformen im Alter zukünftig in der Stadt gewünscht und gefordert sind. Die Ergebnisse und Anregungen aus der Bürgerbeteiligung müssen in den weiteren Entscheidungsprozess zu allen künftigen ambulanten, teilstationären und vollstationären Pflegeangeboten sowie der weiteren Wohn- und Betreuungsangebote in der Stadt miteinfließen und Beachtung finden.

  4. Vor dem Hintergrund eines beabsichtigten Neubaus für vollstationäre Pflege muss sowohl aus den Erkenntnissen des bürgerschaftlichen Beteiligungsprozesses als auch anderer Erkenntnisse und Initiativen eine sinnvolle und wirtschaftlich tragbare Nachnutzung des Bestandsgebäudes weiterverfolgt und geprüft werden. Insoweit wird der vorgenannte Bürgerschaftliche Prozess „Leben und Älter werden in Gammertingen“ als zusätzlicher  Ideengeber für konkrete Maßnahmen und Projekte ausdrücklich begrüßt.

  5. Uneinigkeit besteht aktuell darin, an welchem Standort ein Ersatzneubau für vollstationäre Pflege erstellt werden soll. Zur besseren Standortauswahl soll zeitnah untersucht werden, mit welcher Kubatur ein Neubauvorhaben auf den beiden Potentialflächen (unmittelbar neben dem Bestandsgebäude südlich auf der vorhandenen Grünfläche oder auf den inzwischen freigeräumten Flächen des Reiser-Stoll-Areal) errichtet werden könnte. Dabei sind auch die verkehrlichen Erschließungen sowie die Unterbringung weiterer pflegenaher Dienstleistungen miteinzubeziehen. Als Raumprogramm der vollstationären Pflege werden 60 Pflegeplätze in Wohngruppen zu Grunde gelegt.    
Gammertingen


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