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Dank vieler Angebote aus der Bürgerschaft: Landkreis und Kommunen haben aktuell genügend Wohnraum für Geflüchtete

Neues zur aktuellen Unterbringungssituation. Wohnungen werden sicherlich auch später noch gebraucht

Im Landkreis Sigmaringen leben aktuell ca. 1.450 Geflüchtete aus der Ukraine, etwa 650 in der Landeserstaufnahmestelle und 54 Personen in den Flüchtlingsunterkünften des Landkreises selbst. Allerdings sind landkreisweit über 750 Geflüchtete (davon aktuell 25 Personen in Gammertingen), die direkt von der Bürgerschaft oder den Kommunen aufgenommen wurden und nahezu ausschließlich in privaten Haushalten oder Unterkünften untergebracht sind, ein wichtiger Teil unserer Bürgerschaft geworden. "Die Bereitschaft den Geflüchteten rasch mit Wohnungen oder Zimmern im privaten Umfeld zu helfen war und ist bei uns im Landkreis Sigmaringen sehr groß. Dafür sind wir sehr dankbar und darauf können wir stolz sein", blickt die Erste Landesbeamtin Claudia Wiese vom Landratsamt zurück, die kreisweit mit ihrem Team die Flüchtlingsthemen verantwortet. Dies und die Tatsache, dass trotz des anhaltenden und immer schrecklicher werdenden Angriffskriegs auf die Ukraine der Zuzug von Geflüchteten aktuell weniger stark ansteigt, hat dabei geholfen, dass man bislang auf sogenannte "Notunterkünfte" in Turnhallen oder anderen Objekten verzichten konnte.

Im Landkreis Sigmaringen gibt es aktuell kurz nach den Osterfeiertagen im Moment mehr Wohnungsangebote als unterzubringende Geflüchtete aus der Ukraine. Der Landkreis selbst hat mit seinen Unterbringungskapazitäten in Sigmaringen und inzwischen auch auf dem Gelände der ehemaligen Oberschwaben-Kaserne in Hohentengen sowie einzelner größerer Wohneinheiten in Mengen momentan mit über 100 Plätzen ausreichend Aufnahmekapazitäten zur Verfügung, um die über das Land zugewiesenen Flüchtlinge aus der Ukraine zunächst unterzubringen. Die auf lokaler Ebene bei den Kommunen gemeldeten privaten Wohnungsangebote stehen damit vorerst für die auf privaten Wegen zugereisten Flüchtenden zur Verfügung, die nicht über die Landesaufnahmeeinrichtung "LEA" auf dem offiziellen Flüchtlingswegen zu uns kommen.

Auch wenn ein Teil der von der Bevölkerung angebotenen Wohnungen oder Zimmer derzeit (noch) nicht benötigt werden, so kann es durchaus sein, dass diese spätestens im Rahmen der kommunalen Anschlussunterbringung noch gebraucht werden. Dies kann der Fall sein, wenn einerseits durch anhaltende oder zunehmende Kriegsereignisse bundesweit die Flüchtlingszahlen deutlich nach oben schießen würden und die unterschiedlichen staatlichen Unterbringungskapazitäten nicht mehr ausreichen würden. Bürgerinnen und Bürger, die kurzfristig Menschen bei sich in der Wohnung oder behelfsmäßig aufgenommen haben, haben daher aktuell die Möglichkeit, gemeinsam mit der Stadt nach einer dauerhaften Unterkunft zu suchen. Ganz sicher werden aber die kommunalen Anschlussunterbringungen in wenigen Wochen und Monaten gefragt sein, wenn die staatlichen Aufnahmekapazitäten und die kurzfristigen Verweildauern der Flüchtlinge in den Landesaufnahmestellen und "LEA´s" ablaufen und der Landkreis nach rund 6 Monaten seine Verpflichtung zur vorläufigen Unterbringung der Flüchtlinge aufgibt. Dann werden die Flüchtenden in die Anschlussunterbringung in den Städten und Gemeinden wechseln müssen.

Viele Ukrainerinnen und Ukrainer werden angesichts des aktuellen Kriegsverlaufes wohl längere Zeit bei uns bleiben. Die vorläufige Unterbringung durch den Landkreis ist auf sechs Monate befristet. Danach schließt sich die sogenannte Anschlussunterbringung durch die Kommunen an. "Daher brauchen wir auch im Sommer und Herbst 2022 noch viele Wohnungen", sagt Claudia Wiese vom Landratsamt Sigmaringen. "Auch wenn der Landkreis und die Kommunen aktuell nicht alle Wohnungen benötigen, die uns angeboten wurden, bin ich allen dankbar, die auf uns zukamen. In den nächsten Monaten wird der Bedarf da sein. Da zudem auch niemand wisse, wie sich der Krieg weiterentwickle, sei nach wie vor kaum abzuschätzen, wie viele Menschen noch aus der Ukraine zu uns flüchten müssen."

Wer sich vor Ort einbringen möchte, längerfristig abgeschlossene Wohnungen oder Häuser anbieten kann oder wer Informationen erhalten möchte, findet mehr auf www.landkreis-sigmaringen.de/ukraine

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